Muttermittel, Milchmittel und Sarkoden

In der Homöopathie haben wir die Mittelgruppen Minerale, Pflanzen, Tiere, Pilze, Nosoden (aus Krankheitserregern hergestellt) und die Sarkoden (aus menschlichem Gewebe hergestellt). Sarkoden werden meiner Meinung nach zu wenig beachtet, da sie existentielle Probleme heilen können.

Plazenta: Die Trauer darüber, durch Enttäuschung, Kränkung oder Demütigung von anderen nicht wahrgenommen zu werden. Im positiven Zustand empfindet sich placenta als verbunden. Sie fühlen sich überall wohl, empfinden sich als kräftig und als gut abgegrenzt. Im negativen Zustand folgt die Plazenta-Persönlichkeit zwanghaft der peer-Gruppe, oder ahmt die Ahnen nach. Es ist ein wichtiges Mitte für den Ablösungsprozess von der Mutter.

Fruchtwasser: Ein Gefühl von Unerwünschtheit, von nicht bedingungslos geliebt zu werden und die Patienten tragen ein Gefühl von fehlender Existenzberechtigung in sich. Eine Sehnsucht ist da, zu etwas zurück zu kehren. Das Mittel bringt uns einen verlorenen Anteil zurück, nach deren Verlust wir uns nicht mehr als Ganzes gefühlt haben.

Nabelschnur: Dies ist ein Muttermittel, welches eine enge Verbindung zur Seele besitzt. Im kranken Nabelschnur-Zustand zeicgen sich Gefühle von tiefer Unverbundenheit und schwere Trennungsängste. Dieses Mittel ist voll von zerbrochenen Bindungen und der Sehnsucht nach Wiedervereinigung und Integration. Im gesunden Zustand stellt sich eine tiefe Selbstakzeptanz ein und das Gefühl endlich die Flügel ausbreiten zu können. Also auch ein Mittel für die Zeit nach Covid. Der kranke Mensch trägt nicht den Rythmus des eigenen Atems in sich, sondern den Mutteratem. In meiner Praxis ist es ein Mittel um sich abgrenzen zu können, besonders in der Pubertät und von der Mutter.

Käseschmiere: Hat ein Gefühl von Ungeschütztheit und Übersensibilität. Tinus Smith schreibt: „Die Käseschmiere ermöglicht es uns, auf allen Ebenen in Kontakt mit der Außenwelt zu bleiben, ohne von ihr überwältigt zu werden und unsere eigenen Gefühle sowie die der anderer zu spüren, ohne sie miteinander zu vermengen“. Es ist ein Mittel für ein zu heftiges Verlassen des kindlichen Unschuldszustandes (DD bell-p), z.B. durch schockierende Bilder oder Informationen. Definitiv ein großes Mittel für hochsensible Menschen. By the way: Die Käseschmiere wird normalerweise nicht entfernt und liefert dem Säugling u.a. Vitamin K.

Lac humanum: Ein Mittel um Kinder beim Abstillprozess zu unterstützen, um die Eigenverantwortung zu fördern und um sich in Stresssituationen der mütterlichen Stärke zu erinnern. Es ist ein Mittel, welches Bindungsstörungen heilt, die in der frühen Kindheit entstanden sind. Z.B. Trennung von der Mutter nach der Geburt oder zu wenig mütterliche Zuwendung und Fürsorge. Ebenfalls ist es in meine Praxis ein häufig gegebenes Mittel, wenn die Kinder verträumt sind und nicht auf dieser Welt angekommen sind (manche sprechen auch von nicht vollständig inkarniert).

Wie werde ich gesünder, wenn ich Lac humanum nehme? Stell dir vor, du bist als Kind nicht gestillt worden. Mit dem Stillen wächst die Mutterbindung und gleichzeitig kommt das Kind vollständig auf der Erde an. Durch die Einnahme von Lac humanum wird deine Bindung zu deiner mütterlichen Linie und Kraft wahrscheinlich besser. Du bist dann besser verankert in deinem Leben. Dadurch bist du auch in der Lage einen Zeitpunkt für das Abstillen zu wählen, der für dich und dein Kind stimmig ist. Durch die Einnahme wirst du in vielen Aspekten gesünder und gibst diese gesunden Aspekte auch an dein Kind weiter. Dein Kind wird sich vielleicht in 20 Jahren gar nicht die Frage des Abstillens stellen, sondern dies wissen, wenn es soweit ist. Nachhaltiger geht es nicht.

Anfügen möchte ich noch Lac caninum: Es ist ein Mittel, welches ich der Mutter gebe, wenn die Mutter sagt: „Der Vater kümmert sich zu wenig um das Kind.“ Oft ist die Mutter auf einer systemischen oder energetischen Ebene zu eng beim Kind und dadurch hemmt sie selbst den Kontakt zwischen Vater und Kind. Ein anderes Mittel, welches hier auch in Frage kommt, ist Lac humanum.